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Schlagwort-Archive: Soziale Arbeit

Albert, Martin/Wege, Julia (2015): Soziale Arbeit und Prostitution. Professionelle Handlungsansätze in Theorie und Praxis, Springer. 

Zusammenfassung

Das vorliegende Buch stellt auf dieser Grundlage eine erste Bestandsaufnahme im Kontext von Sozialer Arbeit und Prostitution dar, wobei der Fokus auf der professionellen Sozialen Arbeit in theoretischer und praktischer Hinsicht liegt. Es war ein zentrales Anliegen, dass die Autoren, welche alle über ein hohes Maß an Theorie- und Praxiswissen verfügen, ihre Sichtweise des komplexen Bereiches auf der Grundlage der Methoden und Beratungsansätze der Sozialen Arbeit vorstellen. Dies erfolgte in Beziehung zu den zugrundeliegenden Lebenswelten und Bedürfnissen der damit verbundenen Zielgruppen. Der Schwerpunkt des Buches liegt eindeutig in der professionellen Sozialen Arbeit mit Frauen, die in der Prostitution tätig sind. Sowohl zur Unterscheidung und Klärung der beiden Bereiche, aber auch als wichtige Ergänzung zur methodischen Schwerpunktsetzung verstehen wir die beiden Beiträge, welche die Soziale Arbeit mit Opfern von Menschenhandel zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung thematisieren. Dies erscheint insofern sinnvoll, zumal selbst innerhalb der professionellen Sozialen Arbeit ein hoher Klärungs- und Informationsbedarf besteht. Allen Fachbeiträgen ist gemeinsam, dass ein Bezug auf Falldarstellungen aus der Praxis und auf die grundlegenden sozialarbeiterischen Methoden wie z. B. Einzelfallhilfe, Casemanagement, Gruppenarbeit, Netzwerkarbeit, Gemeinwesenarbeit und Supervision genommen wird. Damit ist es gelungen, den Schwerpunkt des professionellen Handelns in den Mittelpunkt zu stellen.

Brückner, M. / Eickel, M. / Ernst-Pörksen, M. / Grenz, S. / Holznagel, I. / Kavemann, B. / Winter, D. / Kavemann, B. / Rabe, H. (Hg.): Das Prostitutionsgesetz. Leverkusen: Barbara Budrich, 2009.

Sechs Jahre nach Inkrafttreten des deutschen Prostitutionsgesetzes (2002) zieht dieses Buch Bilanz: Wie wirkt sich das Gesetz auf Prostitution in Deutschland aus? Welche Probleme, Perspektiven ergeben sich, wie sieht die Wirklichkeit aus? Um die deutsche Situation besser einordnen zu können, werden europäische Perspektiven vergleichend herangezogen.

Aus dem Inhalt:

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Maritza Le Breton: Sexarbeit als transnationale Zone der Prekarität. Migrierende Sexarbeiterinnen im Spannungsfeld von Gewalterfahrungen und Handlungsoptionen, Wiesbaden. (Auszug als PDF)

Migrierende Sexarbeiterinnen im Spannungsfeld von Gewalterfahrungen und Handlungsoptionen Sexarbeit ist ein facettenreiches, vielschichtiges und heterogenes Handlungs- und Wissensfeld, das zugleich von vielfältigen Ambivalenzen und moralischen Imperativen im Alltag und in der Wissenschaft durchzogen ist. Maritza Le Breton rekonstruiert anhand von Gesprächen mit migrierenden Sexarbeiterinnen aus verschiedenen Ländern das Spektrum von Machtkonstellationen und Gewaltverhältnissen, die deren Lebens- und Arbeitssituationen bedingen und zeichnet ihre Handlungsoptionen und -kapazitäten als soziale Akteurinnen im Kontext transnationaler Mobilität nach. Die Autorin stellt die Studie in den allgemeinen Kontext der Ungleichheits- und Mobilitätsforschung und leistet durch die Betrachtung der konkreten Lebenspraxis und Erfahrungszusammenhänge der Subjekte einen Beitrag zur Etablierung einer „Standpunktepistemologie der unterdrückten Wissensarten“ in der Sozialen Arbeit.

Eine ausführliche Rezension kann auf querelles-net.de gefunden werden.